Wenn es mit dem Artikel schreiben nicht so richtig hinhaut, dann müssen Rezepte her. Deshalb werde ich hier in loser Folge immer wieder Artikelvorlagen veröffentlichen. Diese Schablonen haben den Vorteil, dass sie eine bestimmte Struktur vorgeben und so als erste Orientierung dienen. Wenn Sie das passende Thema bereits kennen, Ihnen jedoch zur Umsetzung nichts einfällt, dann nehmen Sie eine Artikelvorlage zur Hand und Sie werden in Null-Komma-Nix Ihren Artikel fertig haben.

Beginnen wollen wir diese Serie mit der “häufigste Fehler”-Vorlage. Die meisten Ratgeberartikel in den Weiten des Web vermitteln eine ganz bestimmte Perspektive. Ich bezeichne diese Art der Artikel gerne als Kochrezept-Artikel. Das Schema ist in etwa so aufgebaut: Sie möchten einen Artikel veröffentlichen, dann nehmen Sie …

Nun sind wir Menschen häufig wahre Experten im Verdrängen von Problemen. Das ist auch gut so, denn es macht nicht immer Sinn, auf die Risiken des Lebens ständig hingewiesen zu werden. Manchmal ist es jedoch durchaus hilfreich, die Leser mal wach zu rütteln. Hier ein paar Überschriften, die dies bewerkstelligen:

  • Die 10 populärsten Irrtümer bei der Suchmaschinenoptimierung
  • Die kostspieligsten Fehler beim Eigenheimbau
  • Fünf Fettnäpfchen, in die Sie beim ersten Date treten können
  • Die drei schlimmsten Fehler beim Starten Ihres Weblogs

Sie merken sicherlich, dass diese Überschriften sehr zugkräftig sind. Also kommen wir jetzt zur passenden Vorlage:

“Die (Zahl wählen) häufigsten Fehler beim …”

Formulieren Sie eine Einleitung, die den Lser auf die Risiken in diesem Themenbereich aufmerksam macht. Hier kann man ruhig ein wenig plakativ sein, aber nicht übertreiben, sonst wird es unglaubwürdig. Versprechen Sie in der Einleitung unbedingt auch die passenden Lösungen, sonst steigt der Leser aus.

Listen Sie die Fehler auf:

Fehler 1

Fehler 2

Fehler 3

Fehler 4

Fehler 5

natürlich mit der passenden Lösung zu jedem Fehler. Ich habe hier mal ein passendes Beispiel aufgeschrieben, damit Sie sich das Prinzip besser vorstellen können. Der Einfachheit halber habe ich auf die Einleitung verzichtet.

Artikelbeispiel: Die fünf schlimmsten Fehler beim Veröffentlichen von Artikeln

Fehler 1: Sie veröffentlichen keine Artikel. Ok, das klingt wirklich etwas verrückt, aber es gibt viele Autoren, die schreiben Artikel und veröffentlichen sie anschließend nicht. Entweder sie wissen nicht wie das Veröffentlichen funktioniert, halten ihren Artikel für zu schlecht oder trauen sich nicht ihn zu veröffentlichen, weil sie Angst vor der Ablehnung in Artikelverzeichnissen haben.

Lösung: Veröffentlichen Sie Ihre Artikel. Setzen Sie sich das Ziel, Ihren Artikel noch heute zu veröffentlichen. Natürlich ist es nicht sehr angenehm, wenn ein Artikel abgelehnt wird. Gehen Sie einfach davon aus, dass die Artikelverzeichnisse Ihnen bei der Veröffentlichung helfen werden.

Fehler 2: Langweilige Schlüsselbegriffe und nichtssagende Überschriften. Die Überschrift hat den Zweck, den Leser für Ihren Artikel zu begeistern. Im besten Fall sollte er so neugierig sein, dass ihm sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammenläuft, wenn er die Überschrift liest. Schlüsselbegriffe in der Überschrift dienen den Suchmaschinen dazu, Ihren Artikel richtig einzustufen.

Lösung: Formulieren Sie eine Überschrift, die den Leser neugierig macht und verwenden Sie den wichigsten Schlüsselbegriff dafür. Am besten platzieren Sie das Keyword möglichst nahe am Anfang der Überschrift.

Fehler 3: Förmliche Zusammenfassungen. Wenn die Überschrift den Leser neugierig auf einen Artikel machen soll, dann ist die Zusammenfassung dazu da, ihn in den Bann zu ziehen. Viele Zusammenfassungen sind gestelzt und unpersönlich, meistens in einem Beamtendeutsch verfasst, das wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen vorlockt.

Lösung: Schildern Sie in der Zusammenfassung ein Problem, das der potenzielle Leser gelöst haben möchte und versprechen Sie ihm eine einfache Lösung.

Fehler 4: Ein unstrukturierter Fließtext. Ich sehe sehr viele Artikel, die ohne Struktur sind. Der Autor stochert teilweise lustlos im Thema rum und kommt irgendwie nicht auf den Punkt. Für den Leser ist es sehr mühsam, den Faden nicht zu verlieren und bis zum Ende durchzuhalten. Online-Texte müssen kurz und prägnant sein. Langwierige Sätze schläfern den Leser ein.

Lösung: Lockern Sie Ihre Artikel mit kurzen Absätzen auf. Fügen Sie Listen ein, gliedern Sie den Text durch Zwischenüberschriften. Und halten Sie sich an die Regel der kurzen und einfachen Sätze. Kommen Sie auf den Punkt.

Fehler 5: Ein sinnloser Autorenkasten. Das Ziel eines Autorenkastens am Ende des Artikels ist nicht, dass Sie hier Ihr Ego nach außen kehren können. Das interessiert niemanden. Ziel ist es, dass Leser auf Ihre Website aufmerksam gemacht werden und sie auf den Link klicken.

Lösung: Geben Sie dem Leser einen Anreiz, auf den Link am Ende des Artikels zu klicken. Vermeiden Sie Selbstbeweihräucherung, das interessiert niemanden. Und geben Sie mindestens einen kompletten Link auf Ihre Website an.

Nach diesem Prinzip lassen sich recht schnell Artikel zu jedem beliebigen Thema schreiben. Wie Sie sehen, ist es gar nicht so schwierig. Probieren Sie es doch einfach selbst einmal aus und überlegen Sie sich 10 Überschriften zu einem Thema, worin Sie sich gut auskennen. Dann listen Sie die Fehler auf und die passenden Lösungen dazu. Fertig.

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